Katzen sind territoriale Tiere – ein Umzug bedeutet für sie, dass plötzlich alles fremd riecht und aussieht. Drängle nicht, sondern lass die Katze das Tempo bestimmen. Das ist der Schlüssel zu einem entspannten Start.
Die ersten 7 Tage grob planen
| Zeitraum | Fokus | Woran du dich orientierst |
|---|---|---|
| Vor dem Einzug | Rückzugsraum und Sicherheit vorbereiten | Klo, Futter, Wasser, Schlafplatz und Kratzmöglichkeit stehen bereit. |
| Tag 1 | Ankommen lassen | Katze darf sich verstecken, frisst vielleicht erst später. |
| Tag 2-3 | Routine beobachten | Frisst, trinkt, nutzt das Klo, reagiert auf dich. |
| Tag 4-7 | Weitere Räume öffnen | Erst wenn die Katze neugierig und stabil wirkt. |
Schritt 1: Ein sicherer Rückzugsraum
Richte am Anfang ein ruhiges Zimmer als Basis ein – mit Futter, Wasser, Katzenklo (mit etwas Abstand zum Futter), Schlafplatz und Kratzmöglichkeit. Für die ersten 24–72 Stunden ist ein einzelner gut vorbereiteter Raum oft leichter als die komplette Wohnung. Erst wenn die Katze frisst, das Klo nutzt und neugierig wirkt, öffnest du den nächsten Bereich.
✅ Das gehört in den Rückzugsraum
- Futter- und Wassernapf
- Katzenklo (nicht direkt neben dem Futter)
- Schlafplatz / Höhle
- Kratzmöglichkeit
- etwas Vertrautes vom alten Zuhause (Decke, die nach Gewohntem riecht)
Quellenstand: Juli 2026.
Schritt 2: Ruhe und Geduld
Lass die Katze auf dich zukommen, statt sie zu bedrängen. Setz dich ruhig ins Zimmer, sprich leise, biete vielleicht ein Leckerli oder die Spielangel an. Manche Katzen sind nach Stunden zutraulich, andere brauchen Tage. Beides ist normal – Zwang macht alles langsamer.
Kann helfenWohlfühl-Spray mit Katzen-Pheromonen
Ahmt beruhigende Katzen-Pheromone nach und kann ängstlichen Katzen die Eingewöhnung erleichtern.
Pheromon-Sprays für die Eingewöhnung ansehen →*Schritt 3: Die Wohnung Schritt für Schritt öffnen
Wenn die Katze im Rückzugsraum sichtbar entspannter ist (frisst, nutzt das Klo, erkundet neugierig), öffne nach und nach weitere Räume. Sichere vorher Gefahrenquellen: gekippte Fenster, Balkon ohne Netz, giftige Zimmerpflanzen, Kabel, Waschmaschine, Trockner und kleine verschluckbare Teile.
Wohnungssicherheit vor dem Öffnen der Räume
- Kippfenster sichern und keine gekippten Fenster unbeaufsichtigt lassen.
- Balkon nur mit geeignetem Katzennetz oder sicherer Begrenzung nutzen.
- Giftige Pflanzen entfernen oder unzugänglich machen.
- Kabel, Schnüre, Gummibänder und kleine verschluckbare Teile wegräumen.
- Waschmaschine, Trockner, Schränke und Schubladen vor dem Schließen prüfen.
- Reinigungsmittel, Medikamente und offene Toiletten/Badewannen sichern.
Kippfensterschutz für Katzen
Ein wichtiger Sicherheitsbaustein, bevor deine Katze die ganze Wohnung erkundet. Besonders relevant bei Fenstern, die regelmäßig gekippt werden.
Kippfensterschutz ansehen →* TippKatzengras
Sichere Knabberalternative zu Zimmerpflanzen. Bei häufigem Würgen, Erbrechen oder Nichtfressen ersetzt Katzengras aber keine tierärztliche Abklärung.
Katzengras-Sets als Pflanzenalternative ansehen →*Wann du Hilfe holen solltest
Viele Katzen verstecken sich am Anfang. Das ist nicht automatisch ein Problem. Kritisch wird es, wenn deine Katze über längere Zeit nicht frisst, wiederholt erbricht, Durchfall hat, apathisch wirkt, Schmerzen zeigt oder plötzlich unsauber wird. Dann ist tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Häufige Fragen
Meine Katze versteckt sich nur – mache ich was falsch?
Nein, Verstecken ist eine normale erste Reaktion. Lass ihr das Versteck, stell Futter und Wasser in der Nähe bereit und gib ihr Zeit. Mit Geduld kommt sie von selbst heraus.
Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Sehr unterschiedlich – von wenigen Tagen bis mehreren Wochen. Selbstbewusste Katzen sind schnell, ängstliche brauchen länger. Dränge nie.
Was die Eingewöhnung unnötig schwer macht
- Die Katze aus dem Versteck ziehen oder Besuch direkt ins Rückzugszimmer lassen.
- Die ganze Wohnung am ersten Tag öffnen, obwohl die Katze noch nicht frisst oder das Klo nicht nutzt.
- Futter, Wasser und Klo direkt nebeneinanderstellen.
- Gekippte Fenster, ungesicherten Balkon oder giftige Pflanzen unterschätzen.
- Pheromonprodukte als Garantie verstehen. Sie können helfen, ersetzen aber keine ruhige Umgebung.
Quellen & Hinweis
Diese Seite ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Warnsignalen oder starker Angst über längere Zeit solltest du Tierarzt oder qualifizierte Verhaltensberatung einbeziehen.
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